Pfeil zeigt auf das Wort Coronavirus auf einem Kompass Schlagwort(e): Corona, Virus, Coronavirus, Infektion, Gefahr, Warnung, Diagnose, Pfeil, Richtung, Hilfe, Übertragung, Gesundheit, Krankheit, Forschung, Konzept, ansteckend, Epidemie, anstecken, Pandemie, Prävention, gefährlich, Medizin, Ausbruch, Behandlung, Ansteckung, Lungenentzündung
Robert Kneschke

COVID-19: Alles, was Betriebe jetzt wissen sollten

Aktuelle Informationen

Branchenspezifische Arbeitsschutzstandards zurückgenommen

Die BGW hat die nach den branchenspezifischen Arbeitsschutzstandards für Friseure und Kosmetiker geltende Maskenpflicht in eine Empfehlung abgemildert.

Weitere Infos zu Hygienemaßnahmen für Ihren Salon finden Sie »hier«



Quarantäneregelungen gelockert

Stand: 3. Mai 2022

Nach den aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) hat das Land  Schleswig Holstein nunmehr seine Absonderungsregeln angepasst. Der neue Erlass, den die Kreise umzusetzen haben, sieht ab heute, den 4. Mai,  verkürzte Isolationszeiten vor:

Nachweislich infizierte Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden (zertifizierter Schnelltest an einer Teststation oder PCR Test) oder einen positiven Selbsttest gemacht haben, müssen sich künftig nur noch für fünf Tage absondern. Die Isolation endet automatisch nach dem fünften Tag. Ein abschließender negativer Test zum Beenden der Absonderung ist nicht notwendig, wird jedoch empfohlen.

 

Beispiel für die Berechnung der Isolationsdauer: Ein erster positiver Test auf das Coronavirus (Schnell- Selbst- oder PCR- Test) erfolgt am Sonntag, der Tag des ersten Tests zählt bei der Berechnung der Isolationsdauer mit. Das heißt, der Donnerstag ist der letzte Tag der Isolation, am Freitag ist die Isolation beendet.

 

Mit dem neuen Erlass wird außerdem die Quarantänepflicht für nicht infizierte Haushaltsangehörige aufgehoben.

 

Die Pflicht, das positive Ergebnis eines Schnell- oder Selbsttests unverzüglich durch eine molekularbiologische Untersuchung (z.B. PCR-Test) in einem Testzentrum oder einer Teststation oder bei einer Ärztin oder einem Arzt bestätigen zu lassen, bleibt bestehen.

 

Die Regelungen finden auch auf Personen Anwendung, die sich am 4. Mai 2022 bereits in Isolation befinden.

 Den Text des Erlasses finden sie »hier«



Für die Verdienstausfallentschädigungen nach dem Infektionsschutzgesetz bei Quarantäneverpflichtungen gilt folgendes:

Seit dem 20. März 2022 erhalten laut Information des Landesamtes für soziale Dienste in Schleswig Holstein nur noch Geboosterte (3 Impfungen), doppelt Geimpfte und Genesene, sowie frisch doppelt Geimpfte (ab 15. bis zum 90. Tag) eine Entschädigung. 

Dies ist lediglich im Falle einer Infektion mit dem Corona- Virus denkbar, da nach den aktuellen Quarantäneregelungen geboosterte Personen sich nicht mehr als Kontaktperson in Quarantäne begeben müssen.

Bitte beachten Sie, dass bei einer Absonderung für eine nicht erhebliche Dauer ein Anspruch auf Lohnfortzahlung gegenüber dem Arbeitgeber gem. § 616 BGB besteht. Jedenfalls sofern dieser Anspruch nicht individual- oder tarifvertraglich ausgeschlossen wurde. Das Landesamt in Schleswig Holstein, welches die Entschädigungen auszahlt, geht davon aus, dass ein Zeitraum von bis zu 7 Kalendertagen bzw. 5 Arbeitstagen ein nicht erheblicher Zeitraum ist, so dass ein Entschädigungsanspruch erst besteht, wenn die Quarantänedauer hierüber hinaus geht.

Für alle anderen Personen fällt eine Entschädigungszahlung durch das Landesamt für soziale Dienste weg.

Für Personen, die nicht geboostert, doppelt geimpft und genesen oder frisch doppelt geimpft sind, kommt nur die Entgeltfortzahlung aufgrund einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung in Frage, und zwar nach der Praxisinformation der kassenärtzlichen Bundesvereinigung vom 24. Januar 2022 in folgenden Konstellationen:

  • Infektion mit Krankheitssymptomen:
    Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 und Krankheitssymptomen, aufgrund derer der Patient seiner Berufstätigkeit nicht nachgehen kann, stellt die Ärztin oder Arzt eine AU-Bescheinigung aus. Dies gilt auch dann, wenn das Gesundheitsamt eine Isolation angeordnet hat.
  • Infektion ohne Krankheitssymptome:
    Bei einer bestätigten Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 ohne Krankheitssymptome kann die Ärztin oder der Arzt ebenfalls grundsätzlich eine AU-Bescheinigung ausstellen. Denn der Patient kann wegen der Infektion die Wohnung nicht verlassen, um seinen Arbeitsplatz

aufzusuchen. Anderenfalls würde er andere in Gefahr bringen, sich ebenfalls zu infizieren. Anders verhält es sich, wenn der Patient die Möglichkeit hat, während des gesamten Zeitraums der Isolation seine Tätigkeit von zu Hause aus zu erbringen („Homeoffice“). In diesem Fall benötigt er keine AU-Bescheinigung, da er seiner Arbeit nachgehen kann.





Überbrückungshilfe IV und Neustarthilfe 2022 verlängert

Stand: 18. Februar 2022

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie informiert, dass die Überbrückungshilfe IV bis Ende Juni 2022 verlängert und die Neustarthilfe 2022 im zweiten Quartal fortgeführt wird.

Weitere Informationen finden Sie »hier«


Überbrückungshilfe IV für coronabedingte Umsatzeinbrüche im ersten Quartal 2022

Stand: 13. Januar 2022

Um den Unternehmen zu helfen, die im ersten Quartal 2022 Umsatzeinbrüche von mindestens 30% haben, können diese die Überbrückungshilfe IV beantragen. Wie in den Vorgängerprogrammen läuft der Antrag über prüfende Dritte. Der Förderzeitraum umfasst die Monate Januar bis März 2022 und setzt auf dem bewährten Vorläuferprogramm der Überbrückungshilfe III Plus auf. Die Programmbedingungen sind weitgehend deckungsgleich mit denen der Überbrückungshilfe III Plus. Erstanträge können bis zum 30. April 2022 gestellt werden. Änderungsanträge sind erst nach einer (Teil-)Bewilligung bis zum 30. Juni 2022 möglich. 

Weitere Informationen finden Sie im PDF Dokument, sowie im Internet www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de



BMF verlängert diverse steuerliche Hilfsmaßnahmen

Stand: 9. Dezember 2021

Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) hat mit Schreiben vom 7. Dezember 2021 verschiedene steuerliche Hilfemaßnahmen verlängert.

Dies betrifft insbesondere:

  • Stundung im vereinfachten Verfahren
  • Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen (Vollstreckungsaufschub) im vereinfachten Verfahren
  • Anpassung von Vorauszahlungen im vereinfachten Verfahren sowie
  • Stundung, Vollstreckungsaufschub und Anpassung von Vorauszahlungen in anderen Fällen 

Weitere Informationen finden Sie hier:



Umsatzsteuer – Unternehmen können von der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021 befreit werden

Stand: 29. Januar 2021

Unternehmen, die monatlich Umsatzsteuer-Voranmeldungen abgeben, können ab sofort bei ihrem Finanzamt einen Antrag auf Befreiung von der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für das Jahr 2021 stellen. Wie schon im vergangenen Jahr wird auch in diesem Jahr auf Antrag beim zuständigen Finanzamt auf die Sondervorauszahlung verzichtet. Die Dauerfristverlängerung wird gleichwohl gewährt. Die Gewährung der Dauerfristverlängerung ist gewöhnlich von der Leistung einer Sondervorauszahlung in Höhe von 1/11 der Summe der Vorauszahlungen für das vorangegangene Kalenderjahr abhängig und wird bei der letzten Voranmeldung des Jahres angerechnet. Mit einer Dauerfristverlängerung kann die Umsatzsteuer-

Voranmeldung einen Monat später eingereicht werden. Auch die Zahlungsfrist verlängert sich entsprechend.

 

Aktuelle Informationen zur Überbrückungshilfe  III

Stand: 19. Januar 2021

Die Bundesregierung hat nun konkrete Förderkonditionen zur Überbrückungshilfe III  veröffentlicht.  So wurde z.B. festgelegt, dass einheitlich alle Betriebe mit mehr als 30 % Umsatzeinbruch antragsberechtigt sind, die monatliche Förderhöhe wurde auf bis zu 1,5 Mio. € pro Monat erhöht und Abschlagszahlungen wird es für alle antragsberechtigten Unternehmen geben.

Nähere Informationen finden Sie hier:



Geschäftsbereichsleiter Betriebsberatung Handwerkskammer Flensburg

Stephan Jung
Geschäftsbereichsleiter Betriebsberatung

Tel. 0461 866-150
Fax 0461 866-350
s.jung--at--hwk-flensburg.de

Betriebsberater Handwerkskammer Flensburg

Jörg Koll
Zuständig für die Landkreise: Dithmarschen-Nord, Rendsburg-Eckernförde

Tel. 0461 866-134
Fax 0461 866-334
j.koll--at--hwk-flensburg.de

Betriebsberater Handwerkskammer Flensburg

Heiko Schädlich
Zuständig für die Landkreise: Schleswig-Flensburg, Dithmarschen-Süd

Tel. 0461 866-135
Fax 0461 866-335
h.schaedlich--at--hwk-flensburg.de

Betriebsberater Handwerkskammer Flensburg

Sönke Wellhausen
Zuständig für die Landkreise: Nordfriesland, Flensburg

Tel. 0461 866-163
Fax 0461 866-363
s.wellhausen--at--hwk-flensburg.de



Wesentliche Änderungen im IB.SH Mittelstandssicherungsfonds, IB.SH Härtefallfonds Mittelstand und MBG Härtefallfonds Mittelstand

Stand: 17. Juni 2021

Die Investitionsbank SH informiert über folgende Änderungen:

  • Verlängerung der Förderprogramme IB.SH Mittelstandssicherungsfonds, IB.SH Härtefallfonds Mittelstand und MBG Härtefallfonds Mittelstand bis Ende 2021. Anträge können bis zum 15.12.2021 gestellt werden.
  • Programmerweiterung im IB.SH Härtefallfonds Mittelstand und MBG Härtefallfonds Mittelstand: Zukünftig sind nachfolgende Härtefallvoraussetzungen zum Umsatzausfall alternativ nebeneinander anzuwenden:
  1. Das antragstellende Unternehmen muss einen Umsatzausfall von mind. 50 % im 2. Halbjahr 2020 im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019, im 1. Halbjahr 2021 (realisierte und zu erwartende Umsätze unter Berücksichtigung der Corona-Krise) im Vergleich zum 1. Halbjahr 2019 oder im 2. Halbjahr 2021 (zu erwartende Umsätze unter Berücksichtigung der Corona-Krise) im Vergleich zum 2. Halbjahr 2019 aufweisen bzw. erwarten. Sollte der jeweilige Vergleichszeitraum (1. Halbjahr 2019 oder 2. Halbjahr 2019) bei bestehenden Unternehmen in Einzelfällen nicht sinnvoll anwendbar sein, ist hilfsweise ein sinnvoller 6-monatiger Vergleichszeitraum vor Eintreten der Corona-Krise zu nutzen.
  2. Bei Start-up-Unternehmen und Existenzgründungen (Gründung vor dem 01.04.2020), die in 2019 bzw. 2020 noch keine Ist-Umsätze erzielt haben, sind zur Ermittlung des Umsatzausfalls die ursprünglich plausibilisierten Planumsätze für das 1. bzw. 2. Halbjahr 2021 mit den aktuell zu erwartenden Umsätzen des 1. bzw. 2. Halbjahrs 2021 zu vergleichen.
  3. Das antragstellende Unternehmen muss einen realisierten Umsatzausfall
    • von mind. 30 % im November 2020, Dezember 2020 und Januar 2021 im Vergleich zum November 2019, Dezember 2019 und Januar 2020 oder
    • von mind. 50 % in einem der Monate November 2020, Dezember 2020 oder Januar 2021 im Vergleich zum korrespondierenden Vorjahresmonat (November 2019, Dezember 2019 oder Januar 2020) aufweisen.

Detaillierte Informationen finden Sie ab dem 01.07.2021 auf https://www.ib-sh.de/ bzw. https://www.mbg-sh.de/



Wiederanhebung der USt Sätze zum 1. Januar 2021

Zum Jahresende wird die temporäre Absenkung der Umsatzsteuersätze beendet. Antworten rund um das Thema finden Sie in der Hilfestellung des ZDH

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Detailinformationen des Bundes zu dem Gesamtpaket für Corona-Wirtschaftshilfen

Stand: 18. Januar 2021

Die Antragsfrist sowohl für die Novemberhilfe als auch die Dezemberhilfe wurde auf einschließlich 30. April 2021 verlängert.

Stand: 30. November 2020

Nachfolgende Übersichten informieren zu den Hilfsangeboten des Bundes. Hier sind zahlreiche Fragen zusammengestellt worden, die in diesem Zusammenhang häufig auftreten.

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Weiter Informationen finden Sie »hier«



FAQ Liste zur Novemberhilfe

Stand: 25 November 2020

Details der Novemberhilfe finden Sie in einer FAQ-Liste zusammengefasst.

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Weitere Informationen zdh.de



Corona und Handwerkerrentenversicherung 

Selbständige, die in der gesetzlichen Rentenversicherung versicherungspflichtig sind (i.d.R. über die Handwerkerrentenversicherung) und durch die Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten, können auf Antrag ihre Beitragszahlung bis 31. Oktober 2020 aussetzen. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung hin. 

Betroffene können sich unter Hinweis auf die Corona-Pandemie formlos an ihren Rentenversicherungsträger wenden und eine Aussetzung der laufenden Beitrags-zahlung beantragen. 

Weitere Informationen erhalten Sie auf der DRV-Internetseite.



ALG II Antrag für Selbstständige

Da notwendige Privatentnahmen zum Bestreiten des Lebensunterhaltes von den Soforthilfen nicht gedeckt sind, besteht für Selbstständige außerdem die Möglichkeit, einen Antrag  auf Arbeitslosengeld II zu stellen. Wenn dieser in der Zeit vom 1. März 2020 und bis einschließlich dem 30. Juni 2020 gestellt wird, entfällt die Vermögensprüfung.
Das bedeutet, dass gegebenenfalls vorhandenes Vermögen nicht erst aufgebraucht werden muss, sofern es nicht erheblich ist (Höchstgrenze 60.000 Euro für das erste zu berücksichtigende Haushaltsmitglied; 30.000 Euro für jedes weitere zu berücksichtigende Haushaltsmitglied).
Weiterhin werden die vollen Kosten der Wohnungsmiete übernommen, unabhängig davon, ob diese laut Mietrichtwert angemessen sind.

Weitere Informationen finden Sie »hier«

Den vereinfachten Antrag finden Sie »hier«

Weitere Informationen erhalten Sie auch bei dem für Sie zuständigen Jobcenter.



Stundung der Unfallversicherungsbeiträge 

Damit die Handwerksbetriebe infolge der Corona-Krise nicht zu starke Liquiditätseinbußen erleiden, sind schnelle und unbürokratische Hilfen notwendig. Vor diesem Hintergrund hat etwa die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) angekündigt, die Stundung und Ratenzahlung von Unfallversicherungsbeiträgen für die Betriebe der Bauwirtschaft zu erleichtern, die durch das Corona-Virus außergewöhnlich belastet sind (Pressemeldung). 

Der ZDH hat sich gegenüber der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) dafür eingesetzt, dass auch andere Berufsgenossenschaften nach dem Vorbild der BG Bau eine Stundung der Beiträge für die Betriebe erleichtern, die durch das Corona-Virus finanziell besonders belastet sind. Die DGUV unterstützt dies und hat bereits entsprechende positive Rückmeldungen von weiteren Berufsgenossenschaften erhalten. 

Wir empfehlen daher, den vom Corona-Virus finanziell besonders belasteten Betrieben bei Bedarf eine entsprechende Stundung der Beiträge bei ihrer Berufsgenossenschaft zu beantragen. 



Möglichkeit der Stundung der Sozialbeiträge für Januar und Februar 2021

Für die vom Lockdown betroffenen Unternehmen können die Sozialversicherungsbeiträge auch für Januar und Februar 2021 gestundet werden. Dabei wird davon ausgegangen, dass die angekündigten Wirtschaftshilfen für die Monate Januar und Februar 2021 den betroffenen Unternehmen bis Ende März 2021 vollständig zugeflossen sind.

Weitere Informationen finden Sie hier:

Den Antrag können Sie mit diesem Formular stellen:



KfW Sonderprogramme

Für Unternehmen, die krisenbedingt vorrübergehend in ernsthaftere Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind und daher nicht ohne weiteres Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen haben, stehen zusätzliche Sonderprogramme bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung.



Kurzarbeitergeld der Bundesagentur für Arbeit

Wenn Unternehmen Kurzarbeit anordnen und es dadurch zu Entgeltausfällen kommt, können betroffene Beschäftigte Kurzarbeitergeld erhalten. Diese Leistung beantragen Arbeitgeber über die Arbeitsagentur. Weitere Informationen dazu gibt es »hier«

Hotline (0800 45555 20)

Für Fragen von einzelnen Betrieben stehen lokal die jeweiligen Arbeitgeberservices der Agenturen für Arbeit bereit, die im Bedarfsfall dann auch weiteres Spezialistenwissen hinzuziehen.

  Informationen der Arbeitsagentur für Arbeit



Verfahrensvereinfachungen bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld

Die Bundesagentur für Arbeit hat eine neue Weisung zum Kurzarbeitergeld in der Corona-Krise sowie einen vereinfachten Vordruck für den Antrag auf Kurzarbeitergeld vorgelegt. Weitere Details zu den Vereinfachungen finden Sie hier:

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Hinzuverdienst für Arbeitnehmer bei Bezug von Kurzarbeitergeld

Bei Bezug von Kurzarbeitergeld und einer Beschäftigungsaufnahme in einem systemre-levanten Bereich gelten ab 1. April neue günstigere Regelungen. 

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Der Gesetzgeber sieht die Möglichkeit von Erleichterungen beim Zugang zum KUG vor. Diese werden von der Bundesregierung durch Verordnung erlassen. Sie gelten mit Wirkung zum 01. März 2020 und sind bis 31. Dezember 2020 befristet (Stand Referentenentwurf vom 19. März 2020).

Das Wichtigste in Kürze:

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 21 Monate möglich.
    Die am 20.April 2020 im Bundesgesetzblatt veröffentlichte Verordnung über die Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld (Kurzarbeitergeld-Bezugsdauerverordnung - KugBeV) tritt rückwirkend zum 31. Januar 2020 Kraft (Anlage). In der Verordnung wird geregelt, dass die maximale Bezugsdauer für das Kurzarbeitergeld von bisher zwölf auf 21 Monate verlängert wird. Befristet ist diese Verlängerung zunächst bis zum 31. Dezember 2020. Im Herbst soll geprüft werden, ob weiterer Regelungsbedarf besteht. 
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungengenutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KUG behalten ihre Gültigkeit.

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Zulässig ist die Einführung von Kurzarbeit nur, wenn dies im jeweiligen Arbeitsverhältnis geregelt ist, oder sich aus einem einschlägigen Tarifvertrag ergibt. Ist beides nicht der Fall, muss die Kurzarbeit mit jedem Arbeitnehmer einzeln vertraglich vereinbart werden. Das Vorliegen einer solchen Abmachung wird von den Agenturen für Arbeit bei der Anzeige von Kurzarbeit verlangt.

Eine Musterformulierung finden Sie hier:

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BMWi unterstützt KMU und Handwerk bei der Umsetzung von Homeoffice

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und Handwerksbetriebe können ab sofort finanzielle Unterstützung erhalten, wenn sie kurzfristig Homeoffice-Arbeitsplätze schaffen. Erstattet werden bis zu 50 Prozent der Kosten einer unterstützenden Beratung durch ein vom BMWiautorisiertes Beratungsunternehmen. Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi sieht hierfür ein spezielles, schnelles und unbürokratisches Verfahren vor.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Wir wollen KMU und Handwerksbetriebe dabei unterstützen, auch in der aktuellen Krise arbeitsfähig zu bleiben. Deshalb haben wir unser bewährtes Förderprogramm „go-digital“ um ein neues Modul zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen erweitert. Das zeigt: Wir lassen unsere kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Krise nicht allein und helfen so gut, so unbürokratisch und so schnell wir können dort, wo jetzt Hilfe benötigt wird.“

Der neue Förderbaustein deckt unterschiedliche Leistungen ab, von der individuellen Beratung bis hin zur Umsetzung der Homeoffice-Lösungen, wie beispielsweise der Einrichtung spezifischer Software und der Konfiguration existierender Hardware. KMU und Handwerksbetriebe, die von der Förderung profitieren wollen, müssen zunächst über die Beraterlandkarte ein Beratungsunternehmen in ihrer Region suchen und mit ihm einen Beratervertrag abschließen. Von diesem Punkt an übernimmt das Beratungsunternehmen alle weiteren Schritte für die Unternehmen: von der Beantragung der Förderung über die Umsetzung passgenauer und sicherer Maßnahmen bis hin zur Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen.

Von der Förderung können rechtlich selbständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks mit technologischem Potenzial mit weniger als 100 Beschäftigten und einem Vorjahresumsatz oder einer Vorjahresbilanz von höchstens 20 Millionen Euro profitieren. Bei einem maximalen Beratertagessatz von 1.100 Euro beträgt der Förderumfang maximal 30 Tage.

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030-97003-333.

 

Bürgschaften

Lieferengpässe, Auftragsausfälle und Betriebsschließung

Sofern aufgrund etwaiger Lieferengpässe oder anderweitiger Ausfälle Aufträge nicht (rechtzeitig) erfüllt werden können und zur Überbrückung Kredite notwendig werden, können die Deutschen Bürgschaftsbanken diese mit Bürgschaften besichern.

Eine kostenlose Anfrage für ein Finanzierungsvorhaben kann in wenigen Minuten und sicher über das Finanzierungsportal der Deutschen Bürgschaftsbanken gestellt werden. Eine Übersicht und die Kontaktdaten der Bürgschaftsbanken stehen auf dieser Seite zur Verfügung. Sollte der gesamte Betrieb durch eine Behörde unter Quarantäne gestellt werden, tritt u.U. eine individuell abgeschlossene Betriebsschließungsversicherung für den Schaden ein.

 

Beratungsförderung mit 100% Zuschuss

Betriebe, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen der "Corona-Krise" leiden, können mit einem Zuschuss in Höhe von 100%, maximal jedoch 4.000 Euro, der in Rechnung gestellten Beratungskosten gefördert werden.

Weitere Informationen finden Sie »hier«



Rechtliche Auswirkungen

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks informiert:

Die Handwerksorganisationen erreichen vermehrt Anfragen zu den Folgen eines durch den Coronavirus bedingten Betriebsstillstands. Neben arbeitsrechtlichen Aspekten betrifft dies auch vereinzelt zivilrechtliche Fragen. Denkbar sind insbesondere Leistungsverzögerungen. Die Umstände der gegenwärtigen Epidemie können im Einzelfall eine Haftung für Verzugsschäden ausschließen. Handwerksbetriebe sollten im Betroffenheitsfall unverzügliche ihre Kunden informieren und individuelle Lösungen vereinbaren. Informieren Sie sich dazu auch auf den Seiten des ZDH.

 Download




Arbeits- und Arbeitsschutzrecht

Praxisleitfaden der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände (BDA) „Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie“



Gröschl, Raissa Handwerkskammer Flensburg

Raissa Gröschl
Rechtsabteilung
Leiterin der Abteilung Meisterprüfung

Tel. 0461 866-127
Fax 0461 866-327
r.groeschl--at--hwk-flensburg.de