Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege
Henrik Matzen | photomatzen.de

Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege verliehen

Handwerk ist unverzichtbarer Partner des Denkmalschutzes

FLENSBURG/LÜBECK, 5. November 2021

Mit dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege wurden heute sechs Denkmaleigentümer und 36 Handwerksbetriebe aus Schleswig-Holstein ausgezeichnet. Die Eigentümer erhielten zusammen 15.000 Euro Preisgeld. Die an den Bauvorhaben beteiligten Betriebe wurden für ihre vorbildliche Arbeit mit einer Urkunde ausgezeichnet.

Der von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gestiftete Preis wird jährlich in zwei Bundesländern verliehen. Nach 1995, 2005 und 2013 fand in diesem Jahr der Wettbewerb zum 4. Mal in Schleswig-Holstein statt.



Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege Daniel Günther
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„Für unser Bundesland ist die Denkmalpflege ein wichtiges Anliegen, um die Vielfalt der Denkmäler und Bauten dauerhaft zu erhalten und zu schützen“, sagte Ministerpräsident Daniel Günther im Rahmen der Feierstunde anlässlich der Preisverleihung in Büdelsdorf. Denn das Land habe viele historisch schützenswerte Gebäude. „Und jedes dieser einzelnen Bauwerke bereichert unsere einzigartige Kulturlandschaft.“ Günther dankte den vielen Handwerksbetrieben im Land, die mit ausgezeichneter Arbeit dazu beitragen würden, dieses historische Erbe zu schützen.



Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege Holger Schwannecke
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ZDH-Generalsekretär Holger Schwannecke freute sich, dass dieser Preis das Handwerk „als engagierten und unverzichtbaren Partner herausstellt, wenn es um das Kulturerbe und dessen Erhaltung geht.“ Aufgrund der speziellen Kenntnisse, die beim Thema Denkmalpflege erforderlich seien, biete das Handwerk mit dem Master Professional für Restaurierung im Handwerk eine Fortbildung an, die diesen Ansprüchen an das Handwerk auch in Zukunft Rechnung trage. „Damit hoffen wir, handwerkliche historische Techniken zum Denkmalerhalt auch für die Zukunft erhalten und zugleich auch ein attraktives Angebot an den Nachwuchs machen zu können.“

Und auch Ralf Stamer, Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, lobte die Leistungsfähigkeit des Handwerks beim Thema Denkmalpflege. „Der diesjährige Preis hat einmal mehr gezeigt, dass es viele Betriebe im Handwerk gibt, die über die nötige Erfahrung verfügen, um den besonderen Aufgaben und Herausforderungen in der Denkmalpflege gewachsen zu sein.“



Die Preisträger 2021

Mit dem 1. Preis (5.000 €) ausgezeichnet wurde der Kaufmannshof in der Große Str. 73 in Flensburg. Dessen Baugeschichte geht bis in die erste Hälfte des 17. Jahrhunderts zurück. Nach langer Vernachlässigung der Bauunterhaltung haben die neuen Eigentümer Felizitas und Jens-Henning Gloyer das in Teilen bereits vom Abgang bedrohte Baudenkmal 2018-2019 mit großem Engagement saniert.

Ebenfalls mit einem 1. Preis (5.000 €) wurde das Atelierhaus mit Werkstattgebäude in der Fleischhauerstr. 75 in Lübeck geehrt. Den Eigentümern Nicola Petereit und Jörg Haufe ist es vorbildlich gelungen, dass im Hinterhof gelegene Atelier- und Werkstattgebäude behutsam instand zu setzen und mit einer angemessenen Umnutzung weiter zu entwickeln.

Mit einem 3. Preis (3.000 €) wurden die Eigentümer des Rehderhofes in Neuendorf (Moorhusen 11) ausgezeichnet. Der bis in das Jahr 1640 zurückreichende Rehderhof mit Haupthaus, Scheune und Backhaus ist in seinem historisch gewachsenen Zustand eine der wenigen so vollständig erhaltenen Gesamtanlagen der Region. Kathrin Glinicki und Steve Lissina haben das durch seine schwierige Gründung, in Teilen bereits abgängige landschaftsprägende Ensemble gerettet und wieder mit dem Leben von drei Generationen gefüllt.

Ebenfalls mit einem 3. Preis (2.000 €) wurde das Engagement von Bodil Ibsen und Torben Jung Laursen gewürdigt, die die vorhandene historische Substanz der im Jahr 1899 entstandenen Oberbürgermeister-Villa in der Stuhrsallee 31 in Flensburg sorgfältig bewahrt haben. Dabei wurden fehlende Elemente sensibel wiederhergestellt und notwendige neue Elemente in hoher Qualität eingefügt.

Mit einem Sonderpreis wurden Britta Rudolph und Christian Weeren ausgezeichnet, die das Gut Krummendiek in Kleve mit großem Einsatz und besonderem Qualitätsanspruch von Grund auf wiederherstellen. Dafür werden sie bereits jetzt – vor Abschluss der Sanierungsarbeiten - mit einem Sonderpreis ausgezeichnet.



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