(v.l.) Marcel Müller-Richter, Thorsten Freiberg, Andreas Katschke, Jörn Arp, Minister Dr. Bernd Buchholz, Günther Stapelfeld, Udo Hansen
© Handwerkskammer Lübeck

Handwerk im Dialog mit Wirtschaftsminister
Dr. Bernd Buchholz 

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erstellt am 2. August 2017

Lübeck/ Flensburg – Vertreter der Handwerkskammern Lübeck und Flensburg sowie von handwerk Schleswig-Holstein e. V. kamen heute zu einem ersten Treffen mit Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz in Lübeck zusammen. 

Fachkräftesicherung, duale Ausbildung, Digitalisierung und Infrastrukturausbau im Fokus

Die Handwerkskammern Lübeck und Flensburg hatten als Handwerkskammer Schleswig-Holstein vor der Landtagswahl Wünsche und Forderungen in fünf zentralen Handlungsfeldern formuliert. Wesentliche Anliegen hieraus wurden im Koalitionsvertrag aufgegriffen.

Dazu gehörte auch die Forderung nach einer wirtschaftsnahen Infrastruktur, die auch Thorsten Freiberg, Präsident von handwerk Schleswig-Holstein e. V., im Gespräch mit dem Minister noch einmal unterstrich: „Um den Betrieben im Flächenland Schleswig-Holstein die Chance der Digitalisierung zu eröffnen, ist ein Ausbau der Breitbandversorgung unerlässlich.“

» „Wir freuen uns, dass wesentliche Anliegen des Handwerks im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung aufgegriffen wurden“ «

Günther Stapelfeldt, Präsident der Handwerkskamme Lübeck

Glasfaserausbau bis zum Jahr 2025

Minister Buchholz machte dabei nochmals deutlich, dass sich die neue Landesregierung zum Ziel gesetzt habe, den flächendeckenden Glasfaserausbau in Schleswig-Holstein bereits bis zum Jahr 2025 erreicht zu haben: „Neben funktionierenden Straßen wird die digitale Infrastruktur zu einem maßgeblichen Standortfaktor werden – und die Digitalisierung obendrein die komplette Arbeitswelt verändern, auch in kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben“, sagte Buchholz. Darum werde die Landesregierung – unter anderem über den geplanten Mittelstandsbeirat – den engen Schulterschluss mit der Handwerksbranche suchen, um die anstehenden Weichenstellungen gemeinsam zu meistern.


Meistergründungsprämie gefordert

Das weitere Vorhaben der Jamaika-Koalition, Schleswig-Holstein zu einem „Land der Gründer“ zu machen, begrüßten die Handwerksvertreter ausdrücklich.

„Wir beobachten seit einigen Jahren zwei Dinge: Die Zahl der Existenzgründungen ist im Handwerk genau wie in anderen Branchen rückläufig. Gleichzeitig steigt die Qualität der Gründungen. Wer derzeit den Schritt in die Selbständigkeit geht, hat sich darauf in der Regel sehr gut vorbereitet“, so der Flensburger Handwerkskammerpräsident Jörn Arp.

Beide Kammern sprachen sich für die Einführung einer Meistergründungsprämie aus. „Damit lassen sich die so wichtigen Betriebsübernahmen erleichtern und Impulse für nachhaltiges Gründer- und Unternehmertum setzen.“

Berufsorientierung in allgemeinbildenden Schulen

Beim Thema Bildungspolitik plädierten die Handwerkskammern für eine deutliche Stärkung der dualen Berufsausbildung.

Günther Stapelfeldt und Jörn Arp stellten dem Wirtschaftsminister die umfangreichen Aktivitäten der Kammern im Bereich der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung vor. Dazu gehören unter anderem die passgenaue Ausbildungsplatzvermittlung, Berufsorientierung in Schulen, der Aufbau von Kooperationen zwischen Betrieben und Schulen oder auch die Gewinnung von Studienabbrechern für eine Ausbildung im Handwerk.

Jörn Arp unterstrich noch einmal die Forderung des Handwerks nach einer Etablierung der Berufsorientierung in allen allgemeinbildenden Schulen: „Diese muss verbindlich und unabhängig vom Karriereweg stattfinden, auch um die Abbrecherquoten an Hochschulen zu verringern.“


Diese Pressemitteilung wurde verfasst von

Andreas Haumann

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