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Handwerkskonjunktur im III. Quartal 2016

Starke Konjunktur und kein Ende in Sicht

Flensburg/Lübeck. Das Handwerk ist weiter obenauf. Die Konjunktur besticht durch hohe Stabilität und es scheint kein Ende in Sicht. Bei der Quartalumfrage für die Monate Juli, August und September, an der annähernd 450 Antwortbögen landesweit ausgewertet wurden, sprachen 57 Prozent von einer guten, 37 Prozent von einer befriedigenden und lediglich sechs Prozent von einer schlechten Geschäftslage im Berichtsquartal. Angesichts der unveränderten Situation auf dem Kapitalmarkt bleiben die Verbraucher nicht auf ihrem Geld sitzen, sondern geben es aus und beflügeln so weiterhin die Binnennachfrage. „Verglichen mit den guten Ergebnissen der Vorjahre markiert dieses III. Quartal einen neuen Höchststand. Erfreulich ist, dass in allen Branchen mehrheitlich die positiven Zahlen überwiegen und man weiterhin vom aktuellen Konsum- und Investitionsverhalten der Verbraucher profitiert“, betont der Präsident der Handwerkskammer Schleswig-Holstein, Jörn Arp. 


Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken

Im Kammerbezirk Lübeck (Städte Kiel, Lübeck und Neumünster sowie die  Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg und Stormarn) sprachen 52 Prozent der Betriebe von einer guten, 41 Prozent von einer befriedigenden und nur sieben Prozent von einer schlechten Geschäftslage. Besonders positiv urteilten das Ausbaugewerbe (Geschäftslage: 65 Prozent „gut“, 32 Prozent „befriedigend“ und drei Prozent „schlecht“)  und das Bauhauptgewerbe (58, 40 und 2 Prozent). Besser als im Vorquartal lagen auch die Ergebnisse bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (55, 42 und drei Prozent) und im Nahrungsmittelhandwerk (37, 50 und 13 Prozent). Bei einem auch weiterhin erfreulichen Gesamtergebnis ging die Konjunktur beim Gesundheitsgewerbe (35, 48 und 17 Prozent) und in der Kfz- Branche (31, 56 und 13 Prozent) leicht und im Bereich des personenbezogenen Dienstleistungsgewebes (15, 60 und 25 Prozent) etwas stärker zurück.


Im Kammerbezirk Flensburg (Stadt Flensburg und die Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland) berichteten  sogar 68 Prozent über eine gute, 27 Prozent über eine befriedigende und lediglich fünf Prozent über eine schlechte Konjunktur. Kaum zu übertreffen war das Ergebnis im Bauhauptgewerbe (Geschäftslage: 70 Prozent „gut“ und 30 Prozent „befriedigend“). Vergleichbare Werte erreichten auch das Nahrungsmittelhandwerk (71, 29 und null Prozent) und das Ausbaugewerbe (74,20 und 6 Prozent). Auch bei den anderen Branchen überwogen eindeutig die Positivmeldungen. Die Ergebnisse bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (49, 38 und 13 Prozent), das Kfz-Gewerbe (40,60 und null Prozent), das Gesundheitsgewerbe (80, null und 20 Prozent) und das personenbezogene Dienstleistungsgewerbe (82, 38 und null Prozent) runden den guten Gesamteindruck im Kammerbezirk ab.


Ausblick

Das sehr gute Quartalsergebnis wird laut Prognose auch bis zum Jahresende anhalten. 23 Prozent der befragten Betriebe rechnen mit einer Konjunkturbelebung, 68 Prozent mit einem vergleichbaren Ergebnis und lediglich 9 Prozent mit einer Verschlechterung. Ausschlaggebend dafür ist die Prognose hinsichtlich des erwarteten Auftragseingangs und dem leichten Anziehen der Verkaufspreise. Davon dürften vor allem die konsumnahen Handwerke profitieren, bei denen das bevorstehende Weihnachtsgeschäft für zusätzlichen konjunkturellen Auftrieb sorgen wird.