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Handwerkskonjunktur im IV. Quartal 2015

Große Zufriedenheit zum Jahresende

Flensburg/Lübeck, 10. Januar 2016. Das Handwerk in Schleswig-Holstein setzt seinen konjunkturellen Höhenflug fort. Im Vergleich zum bereits überaus erfreulichen III. Quartal 2015 legte die Konjunktur im Handwerk zum Jahresausklang noch einmal leicht zu. Insgesamt beurteilten landesweit 51 % der befragten Betriebe ihre Geschäftslage mit „gut“, 42 % mit „befriedigend“ und lediglich 7 % mit „schlecht“. Das ohnehin schon gute Konsum- und Investitionsklima hat durch die Weihnachtszeit gerade im Bereich der Nahrungsmittelhandwerke und dem personenbezogenen Dienstleistungsgewerbe weitere positive Impulse erhalten. Dies zeigte sich auch in einem leichten Anstieg der Umsätze im IV. Quartal. Die Beschäftigtenzahl blieb im Gesamthandwerk stabil.


Die Ergebnisse aus den Kammerbezirken

Im Kammerbezirk Lübeck (die Städte Kiel, Lübeck und Neumünster sowie die  Kreise Herzogtum Lauenburg, Ostholstein, Pinneberg, Plön, Segeberg, Steinburg, Stormarn) beurteilten die Betriebe ihre wirtschaftliche Lage wie folgt: 47 % sprachen von einer guten, 45 % von einer befriedigenden und 8 % von einer schlechten Geschäftslage. Dies bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorquartal (Vergleichszahlen: 44, 48 und 8 %). Am besten beurteilte das Bauhauptgewerbe die wirtschaftliche Lage (Geschäftslage: 56, 40 und 5 %). Auch das Ausbauhandwerk kann sehr gute Ergebnisse vermelden (56, 36 und 8 %). Eine deutliche Steigerung vermeldeten die Nahrungsmittelhandwerke (44, 50 und 6 %). Das Ergebnis im Kfz-Gewerbe (32, 63 und 5 %) und bei den personenbezogenen Dienstleistungshandwerken (34, 45 und 21 %) legte ebenfalls im Vergleich zum Vorquartal leicht zu. Auf Vorquartalsniveau bewegte sich die Konjunktur bei den Handwerken für den gewerblichen Bedarf (37, 51 und 12 %). Einzig das Gesundheitsgewerbe berichtete über eine leicht rückläufige Entwicklung (43, 38 und 19 Prozent). 

Im Kammerbezirk Flensburg (die Kreise Schleswig-Flensburg, Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland sowie die Stadt Flensburg) sprachen sogar 58 % von einer guten, 36 % von einer befriedigenden und nur 6 % von einer schlechten Konjunktur. Ähnlich wie im Kammerbezirk Lübeck überwogen in den Einzelbranchen ausnahmslos die positiven Konjunkturbeurteilungen. Am besten urteilten hierbei die Betriebe des Handwerks für den gewerblichen Bedarf (82 % „gut“ und 18 % „befriedigend“).  Aber auch das Ausbauhandwerk (63 %, 33 % und 4 %), das Kraftfahrzeughandwerk (67,33 und null %) und die Gesundheitshandwerke (66, 17 und 17 %) erreichten laut Umfrage Spitzenwerte. Doch auch die Ergebnisse in den anderen Branchen belegen die anhaltend gute Verfassung des Handwerks. 

Ausblick

Vom Beginn des Jahres 2016 erwartet das Handwerk eine Konsolidierung auf hohem Niveau. Hinsichtlich der wirtschaftlichen Entwicklung werden jedenfalls keine wesentlichen Änderungen erwartet. Im I. Quartal erwarten 65 % der befragten Betriebe eine Konjunktur wie im Berichtsquartal. 17 % glauben an eine weitere Belebung, 18 % an eine Verschlechterung gegenüber dem IV. Quartal 2015. Zu Beginn des neuen Jahres erwartet vor allem das witterungsabhängige Bauhauptgewerbe einen leichten Personalrückgang. Die übrigen Kennzahlen erreichen in etwa das Niveau des IV. Quartals.