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Umwelt & Verkehr 

Umweltschutz im Handwerk hat mehrere Facetten: Er eröffnet für zahlreichen Gewerke lukrative Marktchancen. Zudem bietet er erhebliche Einsparpotenziale durch einen sparsamen Energie- und Ressourcenverbrauch. Und schließlich bringt er es mit sich, dass in vielen Bereichen strenge Auflagen zum Schutz der Umwelt zu beachten sind. In all diesen Fragen bieten unsere Experten Ihnen eine umfassende, individuelle Beratung.

Profitieren auch Sie von der Energiewende

Ob Heizungserneuerung oder Wärmepumpe, Photovoltaik-Anlagen oder Dämmung, neueste "smart home"-Technologien oder Verschattungsanlagen – das Handwerk ist mit 25 Gewerken in allen Energieeinsparfragen am Bau dabei.

Handwerksbetriebe sind die zentralen Umsetzer von Energie einsparenden Maßnahmen am Gebäude und die Fachleute zur Nutzung von Erneuerbaren Energien. Das beginnt bereits bei einer kompetenten Beratung.

Nutzen auch Sie die vielfältigen Chancen für Ihr Unternehmen in diesem Marktfeld. 

Energiewende auf Kurs bringen – mit dem Handwerk!

Die Energiewende ist bisher – gemessen am wachsenden Anteil der Erneuerbaren Energien (EE) am Stromaufkommen – durchaus erfolgreich gewesen. So hat das  Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mittelständischen Unternehmen und deren Kunden eine breite Beteiligung an der Energiewende ermöglicht.

Lesen Sie hierzu das das ZDH-Positionspapier 'Energiewende auf Kurs bringen – mit dem Handwerk!' 

Aktuelles zum Thema Umwelt

Entsorgung HBCD haltiger Dämmstoffe

Sonderregelung für ein Jahr auf den Weg gebracht

Der Bundesrat hat am 16. Dezember 2016 ein einjähriges Moratorium für die Einstufung HBCD- (Hexabromcyclododecan) haltiger Dämmstoffe als gefährliche Abfälle beschlossen.

Somit gelten Abfälle auch dann als nicht gefährlich, wenn ihr HBCD-Gehalt über 1.000 mg/kg liegt. Diese müssen demnach nicht getrennt entsorgt werden. Es ist auch kein elektronisches Abfallnachweisverfahren durchzuführen, es sei denn, es ist von der zuständigen Behörde angeordnet worden. Die Sonderregelung für HBCD gilt bis zum 31. Dezember 2017. Danach werden Abfälle mit HBCD-Gehalten über 1.000 mg/kg wieder zu gefährlichen Abfällen.

Förderprogramme Energetische Gebäudesanierung und Energie sparendes Bauen

Die Bundesregierung fördert Energieeinsparungen in Wohngebäuden durch zinsverbilligte Förderkredite oder durch direkte Investitionszuschüsse. Als dritte Säule besteht eine ergänzende Sonderförderung unter anderem für die qualifizierte Baubegleitung durch einen Sachverständigen. Dabei gilt die einfache Formel: Je höher die Energieeffizienz des Gebäudes ist, umso attraktiver ist die Förderung.

Energiewende
Informationen vom Zentralverband des Deutschen Handwerks

Chemikalienschutzverordnung

Um Emissionen fluorierter Treibhausgase zu reduzieren regelt diese Verordnung deren Verwendung, Rückgewinnung und Entsorgung sowie die Ausbildung und Zertifizierung des Personals.

So sind hier beispielsweise Grenzwerte für ortsfeste Kälte- und Klimaanlagen sowie Wärmepumpen und Brandschutzsysteme, die fluorierte Treibhausgase enthalten festgelegt. Des Weiteren werden Anforderungen formuliert, um bestimmte Tätigkeiten an o.g. Systemen ausführen zu können. Hierzu müssen entsprechende persönliche Voraussetzungen erfüllt sein.

Umweltpolitik / Nachhaltigkeit
Informationen vom Zentralverband des Deutschen Handwerks

Abfallrecht

Zum 1. Juni 2017 tritt die zweite Verordnung zur abfallrechtlichen Überwachung in Kraft, die u.a. folgendes festlegt:

Betriebe, die mehr als 100 t pro Jahr nicht gefährliche Abfälle sowie Transport- und Verkaufsverpackungen zurücknehmen sind verpflichtet einen Abfallbeauftragten zu bestellen. Diese müssen sich in einem Fachkundelehrgang nach § 9 AbfBeauftrV qualifizieren. Bereits vorher bestellte Beauftragte müssen eine Teilnahme spätestens am 1. Juni 2019 erstmals erfüllt haben.

Kreislaufwirtschaftsgesetz
Informationen vom Zentralverband des Deutschen Handwerks

Kreislaufwirtschaftsgesetz: Anzeigepflicht 
für gefährliche und nicht-gefährliche Abfälle

Gewerbsmäßige Sammler, Beförderer, Händler und Makler von Abfällen im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmung unterliegen seit 2012 der Anzeigepflicht.

Diese gilt zum Beispiel für Handwerksbetriebe, die Elektro- und Elektronikaltgeräte sowie Altbatterien sammeln oder befördern sowie für Altfahrzeuge im Rahmen der Überlassung von Altfahrzeugen nach der Altfahrzeug-Verordnung. Diese Regel gilt auch für Sammler und Beförderer von gefährlichen Abfällen zur Verwertung, die vom Hersteller oder Vertreiber freiwillig oder aufgrund einer Rechtsverordnung zurückgenommen werden.

Neue Durchführungs-Verordnung zum Kreislaufwirtschaftsgesetz

Zur Fortentwicklung der abfallrechtlichen Überwachung wurde eine neue Verordnung erlassen. Damit erstreckt sich die Anzeigepflicht seit Juni 2014 auch auf Sammler, Beförderer, Händler und Makler von Abfällen im Rahmen wirtschaftlicher Unternehmen, wenn sie diese aus Anlass einer anderweitigen Tätigkeit sammeln, befördern, mit diesen handeln oder makeln.

Hierzu gehören zum Beispiel Handwerksbetriebe, die eigene Abfälle von ihren mobilen Einsatzorten entweder zurück zum Betriebsstandort oder zum Ort der Verwertung transportieren.

Wie die Anzeigepflicht konkret geregelt ist, für wen sie gilt und wer davon ausgenommen ist sowie die rechtlichen Grundlagen des Kreislaufwirtschaftsgesetzes finden Sie im Link rechts.

Aktuelles um das Thema Verkehr

Neue Fahrpersonalverordnung:
Aufzeichnungspflicht für Lenk- und Ruhezeiten gelockert

Der aktuelle Stand:  Die Fahrpersonalverordnung entbindet Fahrzeuge von Handwerkern weitgehend von der Aufzeichnungspflicht der Lenk- und Ruhezeiten – abhängig von der Gewichtsklasse.

Welche Regelungen gelten für  welche Gewichtsklassen? Welche Ausnahmen gibt es?  Welche Forderungen erhebt das Handwerk gegenüber der Politik? Antworten auf diese und weitere Fragen finden Sie unter den folgenden Links: 

Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz und -verordnung:
Auswirkungen auf das Handwerk (ZDH)

Kraftfahrer im Personenverkehr und gewerblichen Güterverkehr (einschließlich Werkverkehr) mit Fahrzeugen über 3,5 t Gesamtgewicht müssen nun bestimmte Grundqualifikations- und Fortbildungsmaßnahmen nachweisen. Bisher geltende Übergangsregelungen für Bestandsführerscheininhaber sind im September 2014 ausgelaufen.

Diese Regelung betrifft grundsätzlich auch Handwerksbetriebe, die Fahrzeuge oder Fahrzeugkombinationen mit einer zulässigen Gesamtmasse über 3,5 Tonnen einsetzen.

Ausnahmen für das Handwerk

Das Berufskraftfahrerqualifikationsgesetz (BKrFQG) ermöglicht allerdings eine weite Auslegung der Ausnahmen. Die rechtlichen Grundlagen liefert Paragraf 1 (2) Nr. 5 BKrFQG. Daher ist die Masse der Handwerker bislang kaum durch die Regelungen belastet. 

Von entsprechenden Qualifikationsmaßnahmen ausgenommen sind Fahrer im Handwerk, die Materialien, die sie zur Ausübung ihres Berufes benötigen, transportieren – sofern das Fahren nicht die Haupttätigkeit darstellt. 

Unser Tipp

Prüfen Sie, ob die sogenannte Handwerkerregelung für Ihren Betrieb zutrifft. Auf den Seiten des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) erfahren Sie zudem, für welche Führerscheinklassen das betreffende Gesetz gilt und welche Pflichten zur Qualifizierung bestehen, sofern die Ausnahmeregelung für das Handwerk nicht greift.

Fernstraßenmaut | streckenabhängige Lkw-Maut

Mautpflichtiger Gewichtsbereich erweitert 

Zum 1. Oktober 2015 wurde die LKW-Mautpflicht auf Fahrzeuge mit 7,5 bis 12 Tonnen zulässige Gesamtgewicht ausgeweitet. Diese Änderung betrifft auch zahlreiche Handwerksbetriebe. 

Die betroffenen Betriebe sollten sich in den nächsten Monaten auf die kommenden Anforderungen vorbereiten. Dabei ist zu beachten, dass auch Fahrzeuge mit geringerem Gewicht in die Mautpflicht fallen können, wenn die 7,5-Tonnen-Grenze durch mitgeführte Anhänger überschritten wird.

Mautpflichtiges Streckennetz ausgedehnt

Bereits im Juli 2015 wurde das Netz der mautpflichtigen Strecken um 1.100 km Bundesstraßen zusätzlich erweitert. Einige neue Mautstrecken liegen isoliert vom bisherigen Netz und sind noch nicht hinreichend mit entsprechenden Beschilderungen versehen. 

Unser Tipp

Klären Sie zunächst, welche neuen Straßen in der Arbeitspraxis mautpflichtig sind und ob Ihre betrieblichen Fahrzeuge nach Gewichtsklasse – mit Anhängern über 7,5 Tonnen – ihrer Zweckbestimmung und konkreten Nutzung nach überhaupt in die Mautpflicht fallen. Wählen Sie dann die Form der Mauterfassung für Ihren Betrieb. 

Alles was Sie dazu wissen müssen, hat der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zusammengestellt. 

Ich helfe Ihnen gerne weiter!

Stephan Jung

Telefon 0461 866-150
Telefax 0461 866-350
s.jung@hwk-flensburg.de