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Personalfragen

Tarifrecht

Wenn es um Fragen der Entlohnung und des Arbeitsrechtes geht, sind die Kreishandwerkerschaften / Innungen der Partner im Handwerk. Die Handwerkskammer selbst ist nicht Tarifvertragspartner und kann somit auch keine Tarifauskünfte erteilen. Diese erhalten Sie bei Ihrer Kreishandwerkerschaft / Innung vor Ort.

Im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein wird ein Tarifregister geführt; dort werden zugesandte Tarifverträge registriert, die im Land Schleswig-Holstein gültig sind.

Sie haben die Möglichkeit nach vorheriger telefonischer Terminabsprache persönlich in die Tarifregister Einblick zu nehmen. Tarifverträge sowie Kopien aus Tarifverträgen können nicht abgegeben werden. Die Terminabsprache erfolgt unter der Telefonnummer: 
0431 988-2640. 

Einige tarifliche Eckdaten können Sie jedoch im Internet finden. Als alternative Informationsquelle bleiben die jeweiligen Tarifpartner sowie das Tarifregister im Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS). Die Kontaktadresse dort lautet iiia8@bmas.bund.de

Tarifregister: 0431 988-2640

Arbeits- und Sozialrecht

Im Bereich des Arbeits- und Sozialrechts stehen wir den Mitgliedsbetrieben und deren Arbeitnehmern im Rahmen einer ersten Grundberatung zur Verfügung. Dieses Informations- und Beratungsangebot erfolgt unparteiisch und kostenlos.

Erste Informationen zu einigen häufig gestellten Fragen erhalten Sie hier:

Bei einer geringfügigen Beschäftigung muss zunächst unterschieden werden zwischen

Mini-Job

  • mit einem Arbeitsentgelt bis 450,00 € / Monat
  • kurzfristige Mini-Job auf zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage/Jahr
  • befristete Beschäftigung ohne Rücksicht auf das erzielte Einkommen
  • Mini-Job im Privathaushalt

geringfügigen Beschäftigungen

mit einem Arbeitsentgelt bis 450,00 €/Monat

Midi-Job

Beschäftigung mit einem Arbeitsentgelt von 450,01 € bis 800,00 € /Monat

Was bedeuten diese "Jobs" im einzelnen?

Für den Arbeitgeber:

Sie zahlen pauschal 30 Prozent vom Lohn, davon 15 Prozent Rentenversicherung, 13 Prozent Krankenversicherung, 2 Prozent Lohnsteuer an die Minijob-Zentrale bei der Knappschaft Bahn-See*. Kleinbetriebe mit bis zu 30 Mitarbeitern zahlen hier zusätzlich 1,3 Prozent in die Lohnfortzahlungsversicherung. Die wöchentliche Arbeitszeit ist nicht begrenzt.

Für die Arbeitnehmer:

Sie zahlen keine Sozialabgaben und sind über die Berufsgenossenschaft unfallversichert.

*Knappschaft Bahn-See, Pieperstr. 14 - 28, 44789 Bochum, Telefon: 01801-200504

Kurzfristiger Mini-Job

Für Arbeitnehmer/Arbeitgeber:

Eine solche Beschäftigung liegt nur dann vor, wenn sie im Laufe eines Kalenderjahres nicht mehr als zwei Monate oder insgesamt 50 Arbeitstage nach ihrer Eigenart (z. B. Erntehilfe) beträgt, oder im Voraus vertraglich begrenzt ist. Auf die Höhe des Einkommens kommt es im Rahmen dieser Beschäftigung nicht an.

Die Beschäftigung darf nicht berufsmäßig ausgeübt werden. Dies wäre z. B. dann der Fall, wenn eine Person, die Leistungen von der Bundesagentur für Arbeit bezieht, beschäftigt werden soll. Berufsmäßigkeit liegt aber dann nicht vor, wenn der kurzfristige Minijob neben einer Hauptbeschäftigung oder beispielsweise von Hausfrauen, Rentnern, Schülern oder Studenten ausgeübt wird.

Für kurzfristige Minijobs fallen keine Sozialversicherungsbeiträge an.

Mini-Jobs in privaten Haushalten

Ein Mini-Job im Privathaushalt liegt vor, wenn in diesem Tätigkeiten verrichtet werden, die sonst gewöhnlich durch Mitglieder des privaten haushalts erledigt werden. Es gelten die Bestimmungen für Minijobs, nur die Sozialbeiträge sind geringer.

Für den Arbeitgeber:

Der private Haushalt zahlt eine Pauschale von 12 Prozent, davon je 5 Prozent Renten- und Krankenversicherung und 2 Prozent Lohnsteuer, darüber hinaus 1,3 Prozent in die Lohnfortzahlungsversicherung der Minijob-Zentrale sowie 1,6 % in die Unfallversicherung.

Für den Arbeitnehmer:

Sie sind über die Unfallkassen des jeweiligen Bundeslandes versichert.

Midi-Jobs

Für den Arbeitgeber:

Sie zahlen den regulären Sozialversicherungsbeitrag von rund 21 Prozent.

Die Abwicklung des Melde- und Beitragswesens liegt hier bei der jeweiligen Krankenkasse des Arbeitnehmers.

Für den Arbeitnehmer:

Sie müssen je nach Höhe des Lohns einen prograssiv steigenden Sozialversicherungsbeitrag entrichten: 4 Prozent bei einem Verdienst von 450,01 Euro, 21 Prozent bei 800,00 Euro. Der Lohnsteuersatz richtet sich nach der Lohnsteuerklasse.

Weitergehende Informationen zu diesem Thema erhalten Sie auch unter:
Download

Einen Beitragsrechner zu den Sozialabgaben finden Sie u. a. unter www.ikk.de (Arbeitgeberservice).

Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) ist anzuwenden, wenn


  • in dem Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer (ausschließlich der Lehrlinge) beschäftigt sind und
  • der betroffene Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Kündigung länger als sechs Monate beschäftigt ist.

Bei der Berechnung der Betriebsgröße gilt folgendes:


Arbeitnehmer werden mit ihrer regelmäßigen, wöchentlichen Arbeitszeit ggf. anteilig berücksichtigt:


bis einschl. 20 Stunden= 0,50 Arbeitnehmer

bis einschl. 30 Stunden= 0,75 Arbeitnehmer

von mehr als 30 Stunden= 1,00 Arbeitnehmer


Für Arbeitnehmer, die vor dem 1. Januar 2004 bereits in dem Betrieb beschäftigt waren, gilt ggf. noch die alte Betriebsgrößengrenze von mehr als fünf Arbeitnehmern.


Wegen der damit verbundenen Einzelfragen ist eine individuelle Beratung unerlässlich.

Das Kündigungsschutzgesetz (KSchG) ist anzuwenden, wenn

  • in dem Betrieb in der Regel mehr als zehn Arbeitnehmer (ausschließlich der Lehrlinge) beschäftigt sind und
  • der betroffene Arbeitnehmer zum Zeitpunkt der Kündigung länger als sechs Monate beschäftigt ist.

Bei der Berechnung der Betriebsgröße gilt folgendes:

Arbeitnehmer werden mit ihrer regelmäßigen, wöchentlichen Arbeitszeit ggf. anteilig berücksichtigt:

bis einschl. 20 Stunden= 0,50 Arbeitnehmer
bis einschl. 30 Stunden= 0,75 Arbeitnehmer
von mehr als 30 Stunden= 1,00 Arbeitnehmer

Für Arbeitnehmer, die vor dem 1. Januar 2004 bereits in dem Betrieb beschäftigt waren, gilt ggf. noch die alte Betriebsgrößengrenze von mehr als fünf Arbeitnehmern.

Wegen der damit verbundenen Einzelfragen ist eine individuelle Beratung unerlässlich.

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Sprechen Sie uns zum Themenbereich Recht gerne an!

Dirk Belau
stellvertretender Hauptgeschäftsführer

Telefon 0461 866-121
Telefax 0461 866-321
d.belau@hwk-flensburg.de

Ingrid Jürgensen

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Telefax 0461 866-328
i.juergensen@hwk-flensburg.de

Raissa Gröschl

Telefon 0461 866-127
Telefax 0461 866-327
r.groeschl@hwk-flensburg.de

Hinweis:

Mit unseren Auskünften möchten wir Ihnen Hilfestellungen bieten. Laut "Rechtsberatungsgesetz" sind wir nicht berechtigt, Einzelinteressen unserer Mitglieder wahrzunehmen. Das bedeutet: wir sind zum Beispiel nicht befugt, unsere Mitglieder vor Gerichten zu vertreten.