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Außenwirtschaftsnews - Juni 2017

Dänemark: Kontrollen zur Bekämpfung von Sozialdumping

Die dänische Polizei, das Finanzamt und die Arbeitsschutzbehörde führen in regelmäßigen Abständen flächendeckende Kontrolle zur Bekämpfung von Sozialdumping durch. Die zuletzt durchgeführten Kontrollen erwiesen sich aus dänischer Sicht als sehr erfolgreich: unter anderem wurden 28 Verstöße im Bereich der Arbeitssicherheit und sieben Verstöße gegen RUT-Meldepflicht festgestellt.

Insgesamt sind acht flächendecke Kontrollen durch die dänischen Behörden geplant, davon wurden drei Kontrollen bereits durchgeführt.

Europa: Elektronischer Versand der A1-Bescheinigung erst 2018

Bei einer vorübergehenden Tätigkeit von bis zu 24 Monaten in Europa und weiteren Staaten gilt für Einzelunternehmer, Arbeitgeber und ihre Mitarbeiter grundsätzlich weiterhin das deutsche Sozialversicherungsrecht. Dies wird im Ausland durch eine A1-Bescheinigung der Krankenkasse/Rentenversicherungsträger nachgewiesen.

Der Start der Beantragung der A1-Bescheinigung auf elektronischem Weg ist von 2017 auf den 1. Januar 2018 verschoben worden, Vordruck A1 Antragsformulare.

Die A1-Bescheinigung wird weiterhin in Papierform ausgestellt werden. Die Verpflichtung zum elektronischen Versand beantragter A1-Bescheinigungen an den Arbeitgeber verschiebt sich auf den 1. Juli 2018.

Quelle: tk Auslandsnewsletter

Norwegen: Zulassungspflicht im Bereich luK-Technik

Die Installation und Wartung öffentlicher und privater Telekommunikationsnetze und Netzwerke bedarf in Norwegen einer betrieblichen Zulassung. 

Die Tätigkeit als Subunternehmer für ein in Norwegen zugelassenes Unternehmen ist dann ohne Zulassung möglich, wenn das Hauptunternehmen die volle Verantwortung für die Arbeiten des Subunternehmers übernimmt und alle gesetzlichen Vorgaben einhält.

Österreich: Bereithaltung Lohnunterlagen auf der Baustelle

Die Exportberater von Bayern Handwerk International (BHI) werden immer wieder mit der Frage konfrontiert, ob die geforderten Lohnunterlagen bei einer Kontrolle in Österreich seit Inkrafttreten des Lohn- und Sozialdumping-Bekämpfungsgesetzes im Januar 2017 auch in elektronischer Form vorgehalten werden können.

BHI hat bei der österreichischen Finanzpolizei nachgefragt, wie die neuen Bestimmungen in der Praxis abzuwickeln sind und hat dazu folgende Auskunft erhalten: Die alleinige Einsicht auf einem Smartphone oder Tablet ist nicht ausreichend. Auch ein USB Stick mit gespeicherten Daten wird nicht akzeptiert (da es sich um Fremdsoftware handelt).

Die Dateien sollten am besten im PDF-Format gespeichert sein und dann per E-Mail vom Smartphone/Tablet direkt an den Kontrolleur übermittelt werden. Generell bevorzugt die Finanzpolizei jedoch die ausgedruckte Schriftform.

Schweden: Anteil Deutschlands am Import wächst

Schweden ist für deutsche Lieferanten ein attraktiver Auslandsmarkt. Der Wert der Importe aus Deutschland ist größer als der aus ganz Asien, Amerika, Afrika und Ozeanien zusammen. Nahm die Gesamteinfuhr des nordischen Landes 2016 nur um etwa 3 % zu, weiteten sich die Bezüge aus Deutschland im Gegensatz dazu um fast 9 % aus. Die wichtigsten deutschen Exportgüter nach Schweden sind Maschinen, Kfz und -Teile, chemische Erzeugnisse sowie Elektrotechnik. 

Schweden: Neues Entsendegesetz stärkt die Gewerkschaften

In Schweden tritt ab dem 1. Juni 2017 eine geänderte Fassung des Entsendegesetzes in Kraft. Das neue Entsendegesetz sieht insbesondere vor, dass schwedische Gewerkschaften gegen ausländische Unternehmen Arbeitskampfmaßnahmen ergreifen können, wenn die lokalen und branchenüblichen Entlohnungs- und Arbeitsbedingungen nicht eingehalten werden.

Ziel dieser Arbeitskampfmaßnahmen ist der Abschluss eines Entsende-Tarifvertrages, der das ausländische Unternehmen zur Einhaltung der Mindestbedingungen verpflichtet. Zukünftig sollen die geforderten Mindestbedingungen auf der Website der schwedischen Arbeitssicherheitsbehörde online abrufbar sein.

Welt: Schleswig-Holsteinische Förderung von Messeteilnahmen

Kleine und mittlere Unternehmen aus Schleswig-Holstein können sich ihre Messestände auf internationalen Messen im In- und Ausland fördern lassen. 

Förderfähig sind Standbau und -miete, Transport und Versicherung der Exponate, Dolmetscher sowie Gemeinschaftskosten am Gemeinschaftsstand. Die Förderung einer ersten Messeteilnahme in Höhe von 50 % der zuwendungsfähigen Ausgaben wurde zum 2. Mai 2017 von 6.000,00 Euro auf maximal 10.000,00 Euro erhöht.

Internationale Kooperationsgesuche

Alle Kooperationspartnergesuche unter Eingabe der 

Kontaktwünsche an

Elke Störmer
WTSH

Telefon 0431 66666-861
stoermer@wtsh.de

Ein slowenischer Spezialist im Wand- und Bodenfliesenlegen bietet seinen Service als Subunternehmer an.

Ein führendes britisches Unternehmen für Outdoor- und Wildtierprodukte sucht nach Herstellern und Produzenten von Garten- und Holzarbeiten unter einer Hersteller- oder Outsourcing-Vereinbarung.

Ein portugiesisches Ingenieursbüro, das im Bereich Projektmanagement, Baugewerbe und Instandsetzung arbeitet, sucht nach Partnern als Lieferanten von Baumaterialien wie Gipsplatten, Holz-  und Fensterrahmen unter einem Herstellerserviceabkommen.

Ein polnisches Unternehmen bietet seine ultradünnen Photovoltaik-Glas-Module für das Baugewerbe unter Hersteller- oder technischer Kooperationsvereinbarung an.