© stockpics - fotolia.com

Außenwirtschaftsnews - April 2017

Dänemark: Erleichterungen für Betriebe bei Anwendung eines Tarifvertrages

Per Gesetz gilt in Dänemark das Urlaubskassenverfahren. Arbeitgeber zahlen monatlich einen Teil des Bruttoentgelts in Höhe von derzeit 12,5 % in eine Urlaubskasse ein, aus der der Arbeitnehmer während seines Urlaubs seinen Lohn erhält. Gleiches gilt für das Entgelt an Feiertagen in Höhe von 7,9 %.

Ist ein deutsches entsendendes Unternehmen Mitglied der SOKA-BAU, werden Zahlungen an die SOKA-BAU anerkannt. Eine Anerkennung in Deutschland gezahlter Leistungen ist seit dem 10. März 2017 auch für Unternehmen, die nicht der SOKA-BAU angehören, möglich. Erhält ein Arbeitnehmer, der nach Dänemark entsandt wird, weniger Urlaubs- oder Feiertagsgeld als in Dänemark vorgeschrieben, muss ihm die Differenz ausgezahlt werden. Dies muss deutlich aus seiner Lohnabrechnung hervorgehen.

Ebenso ist nun eine Anerkennung der betrieblichen Altersvorsorge in Höhe von aktuell 8,15 %, die die dänischen Tarifverträge vorsehen, möglich. Erhält ein Arbeitnehmer, der nach Dänemark entsandt wird, weniger betriebliche Altersvorsorge als ein dänischer Arbeitnehmer, muss ihm die Differenz ausgezahlt werden. Dies muss deutlich aus seiner Lohnabrechnung hervorgehen.

 Die zuvor bestehende Zahlungspflicht in die dänischen Kassen ist entfallen.

Dänemark: „Systematische Überstunden“ bei Anwendung eines Tarifvertrags 

Ausländische Unternehmen, die in Dänemark einen Beitrittstarifvertrag unterzeichnet haben, können nun die wöchentliche Arbeitszeit von 37 Stunden auf 42 Stunden die Woche erhöhen. Der im März neu verhandelte Tarifvertrag zwischen 3F und Dansk Byggeri sieht die Möglichkeit vor, dass Betriebe „systematische Überstunden“ für einen Zeitraum von 12 Monaten anordnen können.

Die systematischen Überstunden dürfen nicht mehr als eine Stunde pro Tag betragen – verteilt auf fünf Tage die Woche. Die Überstunden müssen mit den tariflichen Zuschlägen vergütet und innerhalb der 12 Monate abgefeiert werden. Die Überstunden müssen vier Kalendertage im Voraus angekündigt werden.

Dänemark: Verlängerung der Autorisation in zulassungspflichtigen Gewerken

In Dänemark autorisierte Betriebe im Bereich Elektro, SHK, Kanalbau und Gas können die Zulassung nicht mehr per Mail verlängern.  

Um die jährlich erforderliche Verlängerung der Autorisation zu erwirken, muss ein neuer Antrag gestellt werden. Außerdem müssen keine neuen Unterlagen eingereicht werden, sofern sich die betrieblichen und technischen Zulassungsvoraussetzungen im Betrieb nicht geändert haben. Eine nochmalige Pflicht zur Zahlung der Zulassungsgebühr in Höhe von 1.250 DKK entsteht nicht.

Deutschland: Betrügerische E-Mails im Namen des BZSt

Das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) warnt vor Betrügern, die per E-Mail versuchten, an Konto- und Kreditkarteninformationen von Steuerzahlern zu gelangen. 

Das Bundeszentralamt schreibt, die Betrüger würden sich fälschlicherweise per E-Mail als "Bundeszentralamt für Steuern" ausgeben und behaupten, die Empfänger der Mail hätten Anspruch auf eine Steuerrückerstattung. Um die versprochene Rückerstattung zu erhalten, werde man aufgefordert, ein in der E-Mail verlinktes Formular auszufüllen. 

Die Behörde warnt davor, auf solche E-Mails zu reagieren und stellt klar: Aufforderungen zur Beantragung von Steuererstattungen werden nicht per E-Mail verschickt und Kontoverbindungen nie in dieser Form abgefragt.

Norwegen: Abschaffung der Pflicht zur Fiskalvertretung

Wer innerhalb von zwölf Monaten in Norwegen Dienstleistungen im Wert von mehr als 50.000 NOK ausführt, wird dort umsatzsteuerpflichtig und musste sich bisher über einen in Norwegen zugelassenen kostenpflichtigen Fiskalvertreter im Umsatzsteuerregister registrieren. Dies galt auch für Subunternehmer. Die Steuererklärungen in Norwegen wurden zumeist vom Fiskalvertreter durchgeführt.

 Seit dem 1. April 2017 ist die Fiskalvertreterpflicht weggefallen. Deutsche Firmen können die steuerliche Registrierung und die Abgabe der Steuererklärung nun selbst durchführen. Zahlungen können jetzt über deutsche Banken erfolgen. Alle relevanten Briefe der Behörden sollen ins Englische übersetzt werden.

Schweden: Selbst-Audit für Elektrozulassung ab 1. Juli 2017 verpflichtend

In Schweden wurde ein neues Elektrosicherheitsgesetz verabschiedet, nach dem alle Betriebe, die elektrische Installationen in Schweden vornehmen, zuvor ein Selbst-Audit durchgeführt haben müssen. In diesem muss garantiert werden, dass die Arbeiten von qualifizierten Personen korrekt ausgeführt werden. Außerdem muss es im Unternehmen einen Sicherheitsbeauftragten geben. Eine Elektrozulassung ist weiterhin erforderlich. Bereits erlangte Zulassungen werden automatisch in neue umgewandelt.

Internationale Kooperationsgesuche

Alle Kooperationspartnergesuche unter Eingabe der 

Kontaktwünsche an

Elke Störmer
WTSH

Telefon 0431 66666-861
stoermer@wtsh.de

Ein ungarischer Hersteller von qualitative hochwertigen Holzfenstern und -türen sucht nach Partnern im Ausland für ein Subunternehmerabkommen.

Ein belgisches Start-up sucht nach technischen Partnern, um öko-innovative Fahrräder in E-Bikes umzurüsten.

Ein dänisches Unternehmen sucht erfahrene Hersteller von Gartenwerkzeug aus Holz und Metall.

Ein dänisches Unternehmen sucht erfahrene Hersteller von Gartenwerkzeug aus Holz und Metall.

Ein dänischer Händler sucht nach Herstellern von Holz- und Textilspielzeug.